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Wer viel wagt, der viel gewinnt – Gründer von Zalewa Tec starten mit 3D-Sanddruck-Technologie durch

01.06.2026 Großschirma

Problem erkannt, Lösung geliefert. So geht die Gründungsgeschichte der Zalewa Tec GbR in Kürze. Mit einer kosteneffizienten 3D-Sanddruck-Technologie stellen ihre drei Gründer Gussformen her, die die aufwändige Instandhaltung herkömmlich produzierter Formen überflüssig macht. Die Finanzierungsbasis hatte die MBG mit einer Mikromezzanin-Beteiligung geschaffen. Darauf baute die Sparkasse Mittelsachen mit einem Darlehen auf, das die Bürgschaftsbank Sachsen abgesichert hatte.

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Internationaler Wettbewerb und zunehmender Effizienzdruck haben deutsche Schlüsselbranchen in den letzten 5 Jahren zu mehr Innovationen getrieben als die letzten 50 Jahre zusammen. Komplette Branchen müssen sich neu erfinden. So auch die Metallgießerei. Von Sachsen heraus gestalteten Piotr Kramarczyk, Christoph Salewski und Stefan Meutzner (v.l.n.r.) die Transformation des Gießereisektors aktiv mit. Die drei Branchenkenner arbeiteten ursprünglich für die gleiche Metallgießerei. Im Jahr 2020 gründeten sie in Großschirma bei Freiberg die Zalewa Tec GbR, die auf die Fertigung von Gussteilformen spezialisiert ist. Ihr wichtigster Rohstoff: Sand. Mit einer neuartigen 3D-Sanddrucktechnologie produzieren sie hochwertige Formen besonders kostensparend und ressourcenschonend. Die additive Fertigungstechnologie ermöglicht auch komplexe Geometrien, wie sie etwa für filigrane, kleinformatige Bauteile für Maschinen oder Fahrzeugmotoren benötigt werden.

Dank Unterstützung der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen (MBG) gelang es den drei Gründern, die Zalewa Tec erfolgreich an den Start zu bringen und den 3D-Sanddruck für Gießereien weltweit zugänglich zu machen. Die MBG lieferte den ersten Baustein für einen unverzichtbaren Kredit, den die Sparkasse Mittelsachsen vergab: Mit einer subventionsfreien Beteiligung half die MBG den Neu-Unternehmern, die geforderte Eigenmittelquote für eine Existenzgründungsfinanzierung zu erreichen. Daran anknüpfend vergab die Bürgschaftsbank Sachsen eine Ausfallbürgschaft, die das frisch gegründete Unternehmen überhaupt erst kreditfähig machte.

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Das Herzstück der Zalewa Tec: Der moderne 3D-Sanddrucker

Zalewa Tec ist mehr als ein Auftragsfertiger – das junge Unternehmen agiert zugleich als „ausgelagerte Innovationsabteilung“ für klassische Gießereien, die ihr Portfolio um den 3D-Druck ergänzen und sich zukunftsfähig aufstellen wollen. Rückblickend ist das Geschäft besser angelaufen, als es die drei Gründer selbst erwartet hatten – und als es das Best Case Szenario in ihrem Business Plan prognostizierte. Noch im ersten Jahr war ihr Unternehmen profitabel. Stefan Meutzner erklärt stellvertretend: „Zum Produktionsstart im Jahr 2021 waren wir mit Zalewa Tec nach unserem Kenntnisstand die weltweit ersten, die die 3D-Sanddruck Technologie für Kunden kommerziell nutzbar machten. Anders als große Konzerne können wir agil auf individuelle Kundenwünsche eingehen und Kleinserien oder einzelne Prototypen erschwinglich fertigen. Mittlerweile ist die Nachfrage höher als unsere Produktionskapazitäten.“

Produziert wird in einer Halle, deren Geschichte den Wirtschaftswandel in der Region Freiberg symbolisiert: Zu DDR-Zeiten einst als Lagerhalle für Kartoffeln genutzt, ließen die Zalewa Tec Gründer das leerstehende Gebäude renovieren und per Glasfaser ans Netz bringen. Zudem wurden repräsentative Büro- und Meetingräume eingerichtet. Das wertvollste und wertbringendste Objekt im Inventar ist aber er: ein 3D-Drucker, der die Aufträge der Kunden tagein, tagaus abarbeitet. Die HighTech-Maschine schlug zum Unternehmensstart als größter Kostenpunkt zu Buche, hinzu kamen Kosten für Peripheriegeräte.

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Das Herzstück der Zalewa Tec: Der moderne 3D-Sanddrucker

Doch wie finanzierten die Zalewa Tec Gründer die Anschaffungen noch bevor sie einen einzigen Cent mit der teuren Technik verdient hatten? Die Gesamtfinanzierung sicherte die Sparkasse Mittelsachsen, die einen großvolumigen Kredit bereitstellte. Deren zuständiger Firmenkundenberater Gregor Glöckner hält fest: „Da die bislang im Angestelltenverhältnis tätigen Unternehmer eine erhebliche Investition tätigen wollten, war eine passgenaue Finanzierung erforderlich. Durch die enge Vernetzung der Sparkasse mit öffentlichen Förderpartnern konnten wir ein Finanzierungsmodell realisieren, das drei sächsische Förderinstitute einbindet – maßgeblich ermöglicht wurde dies durch das Mezzanine‑Kapital der MBG.“ Die Kapitaleinlage erhöhte die Eigenmittelquote der Zalewa Tec auf die Höhe, die das Unternehmen förderfähig machte. So konnte die BBS zum Zug kommen und den Kredit verbürgen. Außerdem gelang es den Unternehmern, einen Investitionszuschuss in Gestalt der GRW-Gründungsförderung über die SAB einzuwerben. In Summe waren die Anlaufkosten damit gedeckt und die Produktion konnte starten.

Heute beliefert Zalewa Tec sowohl kleine, unabhängige Gießereien als auch große Industrieunternehmen in ganz Europa. Die Sandformen “made in Saxony“ sind außerhalb des DACH-Raums u.a. in Finnland, Polen, Portugal und Griechenland im Einsatz. Aber auch in der sächsischen Heimat findet man Gegenstände im öffentlichen Raum, die es ohne Zalewa Tec nicht in der Form gäbe. So fertigte man 3D-gedruckte Gussformen für Bauteile, die die Stadt Leipzig für die originalgetreue Renovierung historischer Pumpbrunnen benötigte.

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Aussaugen der Jobbox – hier wird der nicht mit dem Binder benetzte Sand aufgefangen, um ich weiter zu verwenden

Warum der Erfolg von Zalewa Tec eng an seine Gründer gekoppelt ist, erklärt Stefan Meutzner: „Wir bringen mehrjährige Erfahrungen mit einem relativ jungen Fertigungsverfahren und umfassendes Anwendungsknowhow mit dem 3D-Drucker mit. Unsere Expertise lassen wir auf Kundenwunsch auch in die Konstruktion von Gussformen einfließen.“ Das 3D-Sanddruck Verfahren hatte er während seiner Arbeit für eine Prototypengießerei in Italien kennengelernt. Zurück in Deutschland, berichtete er seinen Kollegen in einer sächsischen Gießerei von der Entdeckung. Die Technologie versprach eine Lösung für ein wiederkehrendes Kundenproblem: Herkömmlich hergestellte Formwerkzeuge nutzten sich mit der Zeit ab und mussten regelmäßig für viel Geld in Stand gesetzt werden. Also setzten die drei Ingenieure alles auf eine Karte und machten sich mit der Idee einer eigenen 3D-Druckerei selbstständig.

Unterstützung bei der Gründung erhielten sie u.a. von der Saxeed, dem Gründungsnetzwerk der TU Freiberg. Ihr erfolgreicher Start ins Unternehmertum belegt, dass man mit den richtigen Partnern an der Seite und großer Lernbereitschaft ein tragfähiges Business aufbauen kann. Gregor Glöckner resümiert: „Seit der Gründung hat sich Zalewa Tec kontinuierlich weiterentwickelt. Die Gründer haben ihr Produktportfolio mit viel Fleiß und Gewissenhaftigkeit verfeinert und werden heute als Spezialist für gedruckte Sandformen wahrgenommen.“ Von den aktuell angespannten Weltwirtschaftslage profitiert Zalewa Tec, denn in Krisenzeiten sind Kunden offener gegenüber neuen, kostensparenden Technologien. Es wundert daher nicht, dass das Unternehmen 2026 den stärksten Jahresstart hinlegte und optimistisch in die nächsten Monate blickt.

Bildquelle: Zalewa Tec GbR


Deal-Team:

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Silke Eiselt, Senior-Beraterin
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